Rheinberg-Borth - St. Evermarus - 2016

Die kleine gotische Kirche in Borth wurde in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts an ihrer Südseite mit einem Anbau erweitert, der heute als die eigentliche Kirche bezeichnet werden muss, finden in ihm doch alle "großen" Gottesdienste statt.

 

Die typische Architektur der Zeit mit polygonaler, zeltartige Holzdachkonstruktion und verklinkerten Wänden, macht es dem Orgelbauer nicht gerade leicht, mit diesem Raum und seiner ausgesprochen trockenen Akustik umzugehen.

Die Fleiter-Orgel aus den 60er Jahren befriedigte klanglich im Raum nicht wirklich und war aufgrund mangelnder Qualität zuletzt in äußerst desolatem Zustand

 

Die Kirchengemeinde entschied sich für einen zweimanualigen Neubau, der Inspiration aus Instrumenten des frühen 19. Jahrhunderts zog, aber in erster Linie klanglich vielfältig und flexibel die musikalischen Aufgaben innerhalb der Liturgie meistern soll.

 

Eine gar nicht mal so kleine Premiere bei diesem Neubau war es für uns von Orgelbau Seifert, die wesentliche Bestandteile des Pedalregisters Posaune 16' (welche volle Becherlänge hat) gänzlich selbst zu fertigen. Dies geschah in guter und bewährter Zusammenarbeit mit dem in Kevelaer ansässigen Drechsler Frank Seehausen. Nach meinen Mensuren hat er die Zungenköpfe und die zylindrischen (später belederten) Holzkehlen gedrechselt.

I. Hauptwerk C - g'''
Principal 8'
Bordun 8'
Flöte (C-H gemeinsam mit Bordun) 8'
Octave 4'
Salicional 4'
Quinte 3'
Octave 2'
Mixtur III-IV 1 1/3'
   
Pedal C - f'
Subbass 16'
Gedecktbass (Ext.) 8'
Octavbass 8'
Choralbass (Ext.) 4'
Posaune 16'
II. Schwellwerk C - g'''
Viola d'amore 8'
Unda maris (ab c) 8'
Rohrflöte 8'
Flauto dolce 4'
Piccolo (überblasend) 2'
Trompete 8'
Fagott-Oboe 8'
   
II/I, Sub II, Sub II/I, I/P, II/P, Super II/P  
   
Mechanische Spieltraktur  
Elektrische Registertraktur  
   
ungleichstufige Temperierung  
nach B. Billeter  


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